Aus gutem Grund landen weltweit immer mehr Fische und Meeresfrüchte auf dem Teller: Sie enthalten in der Regel wenig Fett, dafür umso mehr hochwertiges Eiweiss sowie wichtige Vitamine und Mineralstoffe.

Jedoch sind 90 Prozent der weltweiten Bestände überfischt oder davon bedroht. Zudem stimmt es auch Nachdenklich, dass viele Meereslebewesen als nicht verwertbarer Beifang in Netzen enden und oft wieder über Bord geworfen werden. Coop setzt sich dafür ein, dass die Artenvielfalt der Meere und ihre Fischbestände erhalten bleiben. Deshalb stammen seit 2016 100% der Fische und Meeresfrüchte in unserer Fischtheke aus nachhaltigen Quellen.

Als Nachhaltig gelten unsere Fische und Meeresfrüchte erst, wenn der WWF die Fischereien und Zuchten als empfehlenswert oder akzeptabel einstuft. Aus diesem Grund lassen wir unser Sortiment jährlich durch den WWF prüfen. Falls nötig, passen wir unser Angebot an.

Mit gutem Gewissen geniessen

Weltweit steigt der Konsum von Fischen und Meeresfrüchten. Die fettarmen Proteinbomben aus dem Meer sind nicht umsonst immer beliebter, Fische und Meeresfrüchte sind gesund und gelten in vielen Ländern als echte Delikatessen. Doch diese Entwicklung hat auch ihre Schattenseiten. Die weltweit steigende Nachfrage führt zu der Überfischung und Gefährdung der natürlichen Fischbestände. Sogar konventionell betriebene Fischzuchten sind oft keine nachhaltige Alternative. Damit die Tiere auch bei hoher Haltungsdichte gesund bleiben, werden massive Mengen an Nährstoffen und präventiv eingesetzte Medikamente zugegeben. Dies schadet nicht nur dem Wohl der Tiere, sondern belastet in hohem Masse auch die Umwelt.

Wer sich für den Erhalt der Bestände und der Artenvielfalt in den Meeren einsetzen will, darf keine Kompromisse eingehen. Deshalb stammt das gesamte Fisch- und Meeresfrüchtesortiment von Coop und damit auch von unserer Fischtheke, zu 100% aus nachhaltigen Quellen. Strenge Kontrollen sind dabei unerlässlich. Als Gründungsmitglied der WWF Seafood Group lässt Coop das gesamte Sortiment an Fischen und Meerestieren jährlich durch den WWF prüfen und passt nötigenfalls das Angebot dementsprechend an. Wir bieten keine Fische und Meeresfrüchte an, die vom Aussterben bedroht sind. Alle Fischereien und Zuchten, von denen wir unsere Fische und Meeresfrüchte beziehen, werden vom WWF als empfehlenswert oder akzeptabel eingestuft.

Besonders nachhaltig sind natürlich Fische aus unseren eigenen Schweizer Gewässern. In der Schweiz leben über 50 verschiedene Fischarten. Zu den bekanntesten Schweizer Speisefischen zählen Egli, Saiblinge, Felchen, Hechte sowie die drei Forellenarten Bach-, Regenbogen- und Seeforellen. Wir arbeiten eng mit den Schweizer Berufsfischern zusammen und halten damit die Transportwege kurz. Wild gefangene Fische aus der Schweiz sind gemäss WWF-Einstufungen empfehlenswert oder akzeptabel. Die Berufsfischer leisten ihrerseits einen wertvollen Beitrag zur Artenvielfalt in den Schweizer Gewässern. Zudem können wir mit unserer Zusammenarbeit einen einheimischen Berufszweig stärken.

Zertifizierter Fischgenuss

Labels - für die Zukunft der Fische und Meere

Der Marine Stewardship Council (kurz MSC) ist eine internationale gemeinnützige Organisation, die sich seit ihrer Gründung 1997 für eine verantwortungsvolle Befischung unserer Meere einsetzt. MSC hat es sich zum Ziel gesetzt, dem globalen Problem der Überfischung entgegenzuwirken. Das MSC-Siegel erhalten nur Fischereibetriebe, die nach dem MSC-Umweltstandard für nachhaltige Fischerei zertifiziert wurden. Das bedeutet, dass sie sich nachweislich zu den folgenden Regeln bekannt haben:

  • Es darf nur so viel gefischt werden, dass die Fischbestände langfristig auf einem konstant hohen Niveau gehalten werden.
  • Fanggeräte müssen so eingesetzt werden, dass der Lebensraum der Fische und anderer Meeresbewohner bewahrt wird.
  • Das Management der Fischerei muss nachhaltig wirkungsvoll sein. Wenn beispielsweise ein Fischbestand zu sinken droht, muss die Fangquote so weit herabgesetzt werden, dass der Bestand sich erholen kann.

Wenn Sie sich für Fisch mit MSC-Siegel entscheiden, belohnen Sie verantwortungsvolle Fischereien und helfen damit Fischbestände für heutige und zukünftige Generationen zu erhalten. Die Bewertung einer Fischerei wird von Vertretern aus der Wissenschaft, sowie von Umweltorganisationen und den zuständigen Behörden begleitet. Eine MSC-zertifizierte Fischerei muss jedes Jahr nachweisen, dass sie den MSC-Standard weiterhin erfüllt und sich, gegebenenfalls, verbessert hat. Auch Produzenten, Händler und Frischfischtheken müssen sich zertifizieren und dafür regelmässig überprüfen lassen. So können Konsumenten sicher sein, dass Fisch mit MSC-Siegel tatsächlich aus einer nachhaltigen Fischerei stammt.

Aquakulturen können helfen, der drohenden Überfischung der Weltmeere entgegen zu wirken. Aber auch diese Tiere sollen möglichst artgerecht gehalten und aufgezogen werden. Das ASC-Label kennzeichnet Fisch und Meeresfrüchte aus nachhaltiger Zucht. Neben ökologischen Standards, unter anderem für Fischfutter, und dem verantwortungsvollen Umgang mit Medikamenten und Ressourcenverbrauch, schreibt das Label auch soziale Mindeststandards für Angestellte vor. Dazu gehören die Bezahlung von Mindestlöhnen und die Garantie einer Krankenversicherung.

Bio Fische und Bio Crevetten stammen aus kontrollierter biologischer Zucht in sogenannten Aquakulturen. Unter dem Gütesiegel Bio Suisse dürfen nur Lebensmittel angeboten werden, die aus regelmässig und unabhängig kontrollierten Betrieben stammen und folgende Anforderungen einhalten:

  • tierfreundliche Haltung
  • kontrollierte Fütterung ohne Zugabe von Hormonen oder Wachstumsfördermitteln
  • kein vorbeugender Einsatz von Medikamenten
  • wenn möglich müssen diese Fische aus Schweizer Herkunft sein und/oder in der Schweiz verarbeitet werden
  • Fischfang mit Handleinen

    Fangmethoden

    Als erste Detailhändlerin in der Schweiz deklariert Coop seit 2014 beim Frischfisch aus Wildfang die Fangmethoden auf der Verpackung. Bei unserer Fischtheke finden Sie diese Angaben im Detailtext von jedem einzelnen Produkt. Diese hohe Transparenz ist weder in der Schweiz noch in der EU vorgeschrieben, trotzdem finden wir von Coop es wichtig, Ihnen diese Informationen nicht vorzuenthalten.

    Bei den Fangmethoden gibt es grosse Unterschiede. So wird von der WWF-Expertin Mariann Breu das Fischen mit Handleinen als eine der schonendsten Fangmethoden genannt. Es gibt dabei kaum Beifang, da die Leinen einzeln eingeholt und ungewollt gefangene Arten wieder freigelassen werden. Handleinen beeinträchtigen den Meeresboden nicht. Die Schleppnetz Fischerei hingegen wird als problematisch angesehen, insofern keine besonderen Massnahmen zum Umweltschutz eingesetzt werden. Schleppnetze werden im freien Wasser eingesetzt (pelagische Schleppnetze) oder über den Meeresboden gezogen (Grundschleppnetze). Ohne spezifische Gegenmassnahmen können Grundschleppnetze viel Beifang verursachen. Werden Grundschleppnetze in empfindlichen Gebieten wie Korallenriffen oder Seegraswiesen eingesetzt, kann das zu erheblichen Schäden am Meeresboden führen. Pelagische Schleppnetze sind zumindest in dieser Hinsicht weniger problematisch.

    Die Fangmethoden sagen viel darüber aus, wie umweltfreundlich der Fischfang ist, also ob beispielsweise der Meeresboden geschont und Beifang vermieden wird. Deshalb deklarieren wir in der Fischtheke bei jedem Produkt, ob der Fisch mit Handleine, Langleine, Stell- beziehungsweise Kiemennetz oder Schleppnetz gefangen wurde.