Chäs Hüsli

Wie richtet man eine Käseplatte richtig an?

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Augenweide und Gaumenschmaus zugleich: So stellt man eine Käseplattte perfekt zusammen. Alleine in der Schweiz gibt es über 450 verschiedene Käsesorten! Daraus die perfekte Auswahl für eine feine Käseplatte zu treffen, gelingt – trotz Qual der Wahl – einfach und schnell, wenn man die wichtigsten Regeln beachtet.

Eine durchdachte Auswahl und die richtige Menge

Für eine geschmacklich spannende Käseplatte wählt man am besten fünf bis neun Käsesorten mit unterschiedlichen Geschmacksrichtungen. Die Käsesorten sollten sich so weit wie möglich sowohl in ihrer Textur – also von weich bis hart - als auch in der Milchart - von Kuh, Schaf, Ziege bis hin zu Büffel – unterscheiden. Interessant ist es auch, wenn man sich thematisch nach einzelnen Ländern richtet und unterschiedliche Käsesorten beispielsweise aus der Schweiz, Italien oder Frankreich zusammenstellt. Mengenmässig rechnet man mit ca. 170 – 200 Gramm Käse pro Person, wenn die Käseplatte eine ganze Mahlzeit darstellt. Schliesst die Käseplatte hingegen ein Essen ab, so rechnet man lediglich mit ca. 80 – 100 Gramm Käse pro Person.

Ein logisches Arrangement für den Gaumen

Auf der Käseplatte werden die verschiedenen Käsesorten nicht nach deren Textur (weich, hart) gruppiert, sondern nach ihren unterschiedlichen Aromen angerichtet, also von mild nach würzig. Dabei hilft die sogenannte Käse-Uhr: Nach ihr werden die Käse-Sorten im Uhrzeigersinn von mild nach würzig angeordnet: Die mildeste Variante arrangiert man auf sechs Uhr, also an der Stelle der Käseplatte, die dem Geniesser am nächsten ist, und fährt im Uhrzeigersinn mit immer kräftigeren Sorten fort. Dies bietet dem Gast eine gute Orientierung auf der Käseplatte.

Jedem Käse sein Schnitt

Hart- und Schnittkäse schneidet man in mundgerechte Stücke, Weichkäsesorten zu kleinen Tortenstücken. Frischkäse seviert man hingegen am besten in kleinen Schalen. Mit dem richtigen Käsemesser für jede Käsesorte vermeidet man, dass sich der Geschmack oder aber auch Edelpilzsporen vom einen auf den anderen Käse übertragen. Für Hartkäse kommen scharfe Käsemesser zum Einsatz, für Weichkäse entsprechende Weichkäsemesser. Für Blauschimmelkäse sind sogenannte Käseharfen am besten geeignet.

Die passenden Beilagen

Als Beilagen für eine Käseplatte eignen sich Brot, Trauben, Baumnüsse, getrocknete Feigen oder Aprikosen, Apfel- oder Birnenschnitze oder aber auch Gschwellti. Beilagen können auch thematisch gewählt werden, zum Beispiel mediterran mit Oliven und frischen Feigen oder herbstlich mit Trauben und Nüssen. Mit einzelnen, gut gewählten weiteren speziellen Zugaben wie zum Beispiel Trüffelhonig oder Feigensenf kann man ganz besondere Akzente setzen und neue Geschmackserlebnisse schaffen.

Der passende Wein

Um Käse und Wein perfekt zu kombinieren, hält man sich am besten an die Faustregel: Weisswein passt im Allgemeinen besser zu Käse als Rotwein. In der Regel harmonieren Käse und Wein aus derselben Region am besten miteinander. Zudem sollte ihr Aroma gleich stark sein, das heisst: Je reifer der Käse, desto schwerer und vollmundiger darf der Wein sein. Geschmacklich macht es Sinn, mit Kontrasten zu arbeiten: Säuerliche, salzige und intensive Käsesorten mögen eher liebliche Begleiter, wie edelsüsse Weine – cremige Weichkäse passen hingegen besser zu säurebetonten Weinen.

Fazit: Käseplatten kommen gut an

Gewusst wie, lassen sich Käseplatten einfach selber zusammenstellen und trotz einigen zu beachtenden Regeln bieten sie zahlreiche Möglichkeiten für Variationen ganz nach dem eigenen Gusto. Eins ist dabei immer garantiert: Mit einer gut zusammengesetzten und liebevoll präsentierten Käseplatte punktet man immer!