Chäs Hüsli

Wie gesund ist Käse?

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Käse ist seit der Antike als gesundes Lebensmittel bekannt. Genauso wie Früchte, Gemüse und andere Milchprodukte bildet er die Basis für eine gesunde und ausgewogene Ernährung. Sein altbewährter, fester Platz auf dem täglichen Speiseplan kommt nicht von ungefähr, denn Käse überzeugt mit unzähligen – oft verkannten - Pluspunkten!

Riesiger Fundus an wertvollen Nährstoffen

  • Fördert das Wachstum
    Käse verfügt über sehr viel Eiweiss, das zum Aufbau der Zellen, zur Erneuerung des Muskelgewebes und der Haut sowie zur Stärkung des Immunsystems beiträgt. Eiweiss ist für die Entwicklung und das Wachstum von Kindern und Jugendlichen besonders wichtig.
  • Stärkt Knochen und Zähne
    Auch der Kalziumgehalt von Käse ist sehr hoch. Kalzium ist sehr wichtig für das Knochenwachstum von Kindern und Jugendlichen, beugt bei älteren Menschen Osteoporose vor und sorgt im Allgemeinen für gesunde Zähne.
  • Unterstützt Energiehaushalt und Immunsystem
    Käse ist sehr reich an B-Vitaminen, die sich positiv auf den Energiehaushalt und auf das Immunsystem auswirken und am Aufbau des Nervensystems beteiligt sind. Vitamin B12 ist unter anderem für die Bildung roter Blutkörperchen zuständig.
  • Belebt und entschlackt
    Käse versorgt den Körper auch mit vielen wichtigen Mineralien wie Zink und Selen, die zur Versorgung der Muskelmasse beitragen, Müdigkeitserscheinungen vermindern und als Antioxidantien wirken.

Alles andere als fett

Allen Unkenrufen zum Trotz: Käse ist kein besonders fetthaltiges Lebensmittel und macht per se nicht dick. Im Gegenteil: Käse ist einer der besten Lieferanten für sogenannte „konjugierte Linolsäuren“, welche die Körperfettmasse zu reduzieren vermögen und dadurch sogar beim Abnehmen helfen können.

Gut bekömmlich

Entgegen der landläufigen Meinung ist Käse ein leichtverdauliches Lebensmittel. Käse enthält bestimmte Aminosäuren, welche die gesunden Bakterien der Darmflora stimulieren.

Von Natur aus Laktosefrei

Viele Käsesorten – zum Beispiel Parmesan, Appenzeller - sind von Natur aus laktosefrei und je länger ein Käse reift, umso weniger Laktose enthält er. Denn: Im Käse wird während des Reifeprozesses die Laktose bzw. der Milchzucker in Milchsäure umgewandelt. Käsesorten, die nicht reifen - zum Beispiel Frischkäse - sind allerdings nicht laktosefrei und sollten bei einer Laktoseunverträglichkeit nicht gegessen werden. Am besten richtet man sich nach der entsprechenden Kennzeichnung auf der Verpackung.

Meist ohne Gluten

Die meisten Käsesorten - Emmentaler, Tilsiter, Parmesan, Frischkäse u. v. m. - sind glutenfrei und daher unbedenklich. Um sicher zu gehen, dass das gewählte Produkt ohne Gluten verarbeitet wurde, achtet man auch in diesem Fall auf die Kennzeichnung auf der Produktverpackung.

Während der Schwangerschaft

Viele Käsesorten sind auch in der Schwangerschaft unbedenklich. Das gilt zum Beispiel für Hart- und Schnittkäse aus pasteurisierter Milch, Frischkäse und Frischkäsezubereitungen, die industriell hergestellt und verpackt sind sowie Schmelzkäse. Dabei ist immer wichtig: Die Käserinde muss bei allen Käsesorten entfernt werden. Verzichten sollte man hingegen auf folgende Käsesorten: Rohmilchkäse, Käse mit Oberflächenschmiere, Weichkäse, eingelegter Käse oder Frischkäse aus offenen Gefässen (Schafskäse, Feta, Kräuterqaurk, Mozzarella u.ä.).

Fazit

Käse ist ein gesundes Naturprodukt, insbesondere für Kinder und Jugendliche, die sich noch im Wachstum befinden, für Sportler, die viel Energie brauchen und für ältere Menschen, die auf ihre Knochen und auf ihr Immunsystem achten sollten. Im Rahmen einer ausgewogenen Ernährung sollte Käse deshalb – natürlich immer in Massen – regelmässig auf dem Speiseplan stehen.