Ratgeber für Besitzer von Nagern, Vögel & Reptilien

Wir zeigen Ihnen auf, wie Sie lästige Katzenhaare in der Wohnung beseitigen, wie Sie Ihre Katze gut beschäftigen können und geben ein paar Tipps zum Umgang mit der Katzentoilette.

Gesundheit von Nagern

Zähne/Aktivität
Für alle Nagetiere kennzeichnend sind die auffällig langen Schneidezähne, welche auch beim erwachsenen Tier noch nachwachsen. Aus diesem Grund müssen sie unbedingt die Möglichkeit zum Nagen haben, damit die Schneidezähne im gleichen Umfang abgenutzt werden, wie sie nachwachsen. Viele Nagetiere, insbesondere Hamster, sind vorwiegend in der Nacht aktiv. Dieser Aspekt muss bei der Anschaffung eines Nagetiers als Haustier berücksichtigt werden, weil ihre Ruhephasen oft tagsüber sind. Kaninchen, Meerschweinchen und Streifenhörnchen sind meist den ganzen Tag über aktiv.

Haltung
Bei der Haltung der kleinen Haustiere ist stets auf genügend grosse Käfige oder Ställe zu achten, welche je nach Bedürfnis des jeweiligen Tiers ausgestattet werden sollten. Die Bewegungslust wird durch Klettermöglichkeiten und Hindernisse gefördert, zudem sind Versteckmöglichkeiten wichtig. Staubfreie Sägespäne oder weiches Stroh eignen sich als Einstreu für die meisten Nager. Mindestens einmal pro Woche sollte die Einstreu komplett erneuert werden, während das Trinkwasser täglich auszutauschen ist. Einige Nager wie beispielsweise Meerschweinchen oder Chinchillas sollten unbedingt in der Gruppe gehalten werden, wobei es wegen der schnellen Fortpflanzung empfehlenswert ist, gleichgeschlechtliche Tiere zu halten oder männliche Tiere zu kastrieren.

Krallen
Je nachdem, wie die Käfige oder Ställe der Tiere ausgestattet sind, haben die Nager zu wenig Gelegenheit, ihre Krallen abzunutzen, sodass diese sehr lang werden und krumm wachsen. Eine regelmässige sorgfältige Überprüfung der Krallen ist daher notwendig, damit sie bei Bedarf rechtzeitig gekürzt werden können.


Vogelhaltung im Käfig

Weil das Fliegen die natürliche Fortbewegungsart von Vögeln ist und dies in einem Käfig kaum möglich ist, gilt es bei ihrer Haltung viel mehr zu beachten als bei anderen Haustieren, um ihnen das Leben so angenehm wie möglich zu machen.

Vögel sollten niemals alleine gehalten werden, weil sie sich nur in der Gruppe wohlfühlen. Der Käfig muss gross und breit sein, je grösser, umso besser. Ausserdem sollte der Käfig an einem hellen Standort auf Augenhöhe platziert werden, keiner Zugluft ausgesetzt sein und an einem ruhigen Platz stehen. In einer Ecke oder mindestens mit einer Seite sollte der Käfig an der Wand stehen und es dürfen keine Neonröhren im Raum vorhanden sein. Eine Bademöglichkeit, Sitzgelegenheiten aus Naturästen von ungespritzten Obst- oder Haselnussbäumen, Schaukeln, Ringe und Seile aus Baumwolle oder Hanf sollten vorhanden sein. Als Schlafplatz eignen sich beispielsweise unbehandelte Kiefernholzbrettchen.

Der tägliche Freiflug sollte in einem vogelsicheren Zimmer stattfinden. Dabei müssen Fensterscheiben durch Vorhänge gesichert, Spalten zwischen Wand und Möbel abgedeckt und giftige Pflanzen entfernt werden. Gefässe, in welche die Tiere fallen könnten, müssen ebenfalls weggestellt werden.


Haltung von Reptilien

Reptilien kommen in verschiedenen Breitengraden vor und haben entsprechend sehr unterschiedliche Ansprüche an ihre Lebensumgebung. Als Haustiere sind sie äusserst heikle Pfleglinge und für viele Arten braucht man eine Haltebewilligung. Die Körpertemperatur von Reptilien – wechselwarmen Tieren – ist von der Aussentemperatur abhängig und je nach Lebensraum machen sie eine Winter- oder Kältestarre. Als Wildtiere suchen Reptilien von sich aus keine Nähe zum Menschen. Ihre Haltungsansprüche sind so verschieden wie ihre Herkunft und ihre Lebensgewohnheiten.

Reptilien sind eher als Beobachtungstiere zu betrachten und nicht für das Umhertragen und Knuddeln geeignet. Fast alle Reptilien haben spezielle Anforderungen an die Unterkunft und das Klima im Terrarium.